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Olympus E-3 | Digital Camera Review | Bedienung
Wenn man ein Foto mit der Olympus E-3 machen möchte, muss man nicht unbedingt vorher die Gebrauchsanweisung lesen. Die wichtigsten Funktionen findet man ganz schnell auf der Kamera. Sehr praktisch ist das Display, auf dem man Vieles direkt ändern kann. Wiederum ein Gebiet, auf dem Olympus Pionierarbeit geleistet hat. Kombiniert mit der ausgezeichneten Handlage, einem guten Sucher und Live View, verfügt man über eine Kamera, mit der man wunderbar arbeiten kann.
Olympus E-3 | Digital Camera Olympus E-3 | Digital Camera
Olympus E-3 Sucher
Die größte Überraschung war für mich allerdings der Sucher. Ich bin vom Four-Thirds-System eher kleine, dunkle Sucher gewohnt. Man ist deshalb beinahe dazu gezwungen, Live View zu verwenden. Umso größer war meine Freude, als ich mein Auge an die Olympus E-3 führte. Wenngleich klein, ist der Sensor toll. Groß, klar und mit mehr als genügend Informationen versehen. Mir fällt nichts ein, was ich an Informationen im Sucher vermissen würde. Nur bei weniger gebräuchlichen Einstellungen, wie dem Farbraum, muss man noch hinten auf den Monitor gucken. Ansonsten braucht man die Olympus E-3 nur vor das Auge zu halten, das Motiv und die Einstellungen zu beachten und im richtigen Moment abzudrücken.

Olympus E-3 Fokuspunkte
Die elf Fokuspunkte, die man im Sucher sieht, gehören, laut Olympus, zum gegenwärtig schnellsten Autofokus. Die Punkte wurden einigermaßen gut verteilt, befinden sich aber dennoch nah am Zentrum. Olympus hat durch Untersuchungen an Fotos und bei Fotografen herauszufinden versucht, wo das Motiv meistens platziert wird, dementsprechend wurden die Punkte hinterher verteilt. Persönlich sehe ich gern einige Fokuspunkte, die näher am Rand des Suchers liegen. Ich mag es, das Motiv an den Rand zu platzieren, ein Motiv in der Mitte führt oft zu eher langweiligen Kompositionen. Wenn der Hersteller die Fokuspunkte immer in die Nähe der Mitte platziert, wird man auch nicht gerade dazu ermuntert, etwas anderes auszuprobieren. Das Ei möchte wieder einmal klüger sein als die Henne.

E3

Olympus E3 Autofokussystem
Ob die Olympus E-3 tatsächlich den schnellsten AF hat, lässt sich schwer bestimmen. Dafür müsste man verschiedene Kamerasysteme direkt miteinander vergleichen, mit denen man dasselbe Motiv gleichzeitig fotografiert. Und selbst dann... Im Grunde ist es auch nicht wichtig, ob es nun das schnellste ist oder nicht, das ist ausschließlich für das Marketing von Interesse. Aber dass die Olympus E-3 schnell fokussieren kann, das steht absolut fest. Wenngleich die Kamera bei geringen Kontrasten und wenig Licht gelegentlich Probleme damit hat, die Situation zu meistern. Allerdings dürfte man an 99,5 % der Aufnahmen am neuen AF seine wahre Freude haben. Um den schnellen Autofokus gut einsetzen zu können, muss man jedoch SWD-Objektive verwenden, beim Test hatten wir die glücklicherweise. Noch wichtiger ist, dass die Kamera sehr präzise fokussiert, und das tut sie ganz fraglos. Von allen Aufnahmen waren nur ein paar (aus nachvollziehbaren Gründen) misslungen.
Man kann wahlweise mit einem Fokuspunkt arbeiten, ebenso kann man jedes Mal den Punkt wechseln, man kann aber auch mit Fokuspunktgruppen agieren. Außerdem kann man zwischen kontinuierlicher und einmaliger Fokussierung wählen, in beiden Modi besteht die Möglichkeit dazu, durch manuelles Fokussieren noch selbst einzugreifen. Es handelt sich wirklich um ein ausgereiftes System, so wie man es beispielsweise auch von Nikon kennt.

Olympus E-3 Fokussieren
Vom schnellen Fokussieren hat man nur dann etwas, wenn man über den Sucher fotografiert. Bei Live View bekommt man es schnell mit starken Verzögerungen zu tun. Zum Fokussieren muss der Spiegel hochgeklappt werden, man hat dann kurzzeitig kein Bild. Dass die Auslöseverzögerung in diesem Fall relativ groß ist, dürfte klar sein. Man kann das teilweise vermeiden, indem man im Vorhinein fokussiert und den Autofokus mit dem AFL verriegelt. Live View ist natürlich nicht wirklich für Aktionsfotografie geeignet, sollte aber beispielsweise bei Studiofotografie effektiv und erfreulich gut funktionieren.

Olympus E3 Live View
Live View kann wie gerufen kommen, wenn man von einer ungewöhnlichen Position aus ein Foto machen muss. Beispielsweise bei der Makroaufnahme einer Blume. Die Olympus E-3 kann man tief auf ein Stativ montieren und stehend, wenn man den Monitor kippt, gut sehen, was fotografiert wird. Man bekommt im Live View alle Informationen, die man sich wünschen kann, angezeigt, einschließlich eines Histogramms. Sehr praktisch bei schwieriger Belichtung! Auch für Pressefotografen kann Live View sehr hilfreich sein. Wenn man in einem Gedränge von Fotografen steht, kann man die Kamera sehr bequem über seinen Kopf halten und immer noch sehen, was man macht. Etwas mühsam dabei ist allerdings die langsame Fokussierung. Straßenfotografen können etwas unauffälliger Fotos machen, indem sie die Kamera auf Brusthöhe halten, genau wie man das früher bei zweiäugigen Spiegelreflexkameras gemacht hat.

Olympus Auslöseknopf & Autofokus
Über die Custom-Funktionen kann man eine Reihe Tasten umprogrammieren. Das Menü wurde übrigens vernünftig aufgebaut. Zwar habe ich mich regelmäßig im Menü verirrt, aber die wichtigsten Funktionen habe ich schnell gefunden. Was ich sehr angenehm finde, ist, dass man den Auslöseknopf und den Autofokus voneinander trennen kann. Die Möglichkeiten mit dem Auslöseknopf und der AE-L/AF-L Taste sind besonders umfassend. Das Fokussieren erledigt man über die AE-L/AF-L Taste, während der Auslöseknopf die Belichtung misst und verriegelt. Leider befindet sich die AE-L/AF-L Taste meiner Ansicht nach zu weit vom Daumen entfernt. Da ich mit dem linken Auge fotografiere, ist mein Kopf regelmäßig meinem Daumen im Weg. Das kann man umgehen, indem man diese Taste mit der Funktionstaste (Fn) tauscht. Wenn man dann jemand anderes die Kamera gibt, muss betreffende Person die Funktionen zwar suchen, aber es funktioniert eigentlich prima. Am Griff befindet sich merkwürdigerweise keine AE-L/AF-L Taste, dafür aber eine Fn-Taste. Deshalb ist der Tausch beider Tasten auf dem Griff ebenfalls sehr sinnvoll.

Olympus E3 Manueller Weißabgleich
Große Probleme habe ich bei der Erstellung eines eigenen Weißabgleichs gehabt. Erst nach längerem Suchen und dem zu Rate ziehen der Gebrauchsanweisung bin ich dahinter gekommen, dass die einzige Möglichkeit, einen manuellen Weißabgleich zu erstellen, darin besteht, “One Touch White Balance” auf die Funktionstaste zu programmieren. Ich verstehe nicht, warum Olympus keine separate Taste für den manuellen Weißabgleich integriert hat, denn auch über das Menü kann man keinen manuellen Weißabgleich erstellen. Letzteres müsste über ein Upgrade der Firmware möglich sein, wie mir scheint. Aber auch dann, wenn man die Taste richtig programmiert hat, funktioniert die Erstellung des Weißabgleichs auch nicht gerade einfach. Im Prinzip muss man nur die Kamera auf eine weiße Fläche richten. Danach muss man gleichzeitig die Fn-Taste und den Auslöseknopf betätigen, was nicht besonders praktisch ist. Das größte Problem besteht jedoch darin, dass man ordentlich viel Licht braucht, damit die E-3 den Weißabgleich akzeptiert. Gerade bei Kunstlicht, wenn es häufig dunkel ist, braucht man einen manuellen Weißabgleich.
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