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Canon PowerShot G9 | Digital Camera Review | Anpassungen
Fotografen sind oftmals eigenwillige Leute, die am liebsten alles selber einstellen möchten. Denn wer weiß es nun einmal besser Bescheid als der Fotograf selbst? Die Canon G9 gibt dem Benutzer sehe viele Einstellmöglichkeiten. Das Sahnehäubchen ist das Fotografieren im RAW-Format. Endlich ist dieses Format wieder da. Weil man bei der Canon PowerShot G9 so viel einstellen kann, möchte man auch gern seine Präferenzen speichern. Dazu verfügt die Kamera über zwei Datenbanken bei den Programmmodi, die C1 und C2 heißen. Dort wird nicht nur das Belichtungsprogramm gespeichert, sondern beispielsweise auch die verwendete Blende und die Qualität. Ideal also. Wenn man nicht vom Fotografieren versteht, oder einfach nicht nachdenken möchte, gibt es auch noch einen grünen Modus und die üblichen Szenen. Aber die dürften, hoffe ich, von den Benutzern der G9 nicht allzu häufig benutzt werden.
Canon PowerShot G9 | Digital Camera Canon PowerShot G9 | Digital Camera
Canon PowerShot G9 - Aufnahmen im RAW-Format
Bei der G7 gab es viel Aufregung über das Fehlen von RAW, umso mehr, da die G6 darüber noch verfügt hat. Laut Canon sind die Korrekturmöglichkeiten bei Kompaktkameras begrenzt, deshalb ist RAW also nicht so sinnvoll. Aber mit Programmen wie Lightroom oder Aperture hat man sehr viele Möglichkeiten. Auch wenn man nur den Weißabgleich richtig einstellen kann, hat man schon viele Vorteile bei der Verwendung von RAW. Das RAW-Format der Canon G9 ist, genau wie bei den Spiegelreflexkameras, eine CR2-Datei. Leider kann man die Dateien nicht mit dem schönen Digital Photo Professional öffnen, vielmehr muss man ein Plug-in für den ZoomBrowser von Canon verwenden. Ich bin kein Fan des ZoomBrowsers und das Plug-in funktioniert nur leidlich. Man kann etwas mehr damit ausrichten als mit einem JPEG, das direkt aus der Kamera kommt. Glücklicherweise kann man die RAW-Dateien der Canon PowerShot G9 auch einfach unter Adobe Camera RAW oder Lightroom öffnen. Dann merkt man erst, was man noch herausholen kann.

Canon G9 - Automatischer & manueller Weißabgleich
Eines der wichtigsten Dinge, die man in RAW im Nachhinein problemlos ändern kann, ist der Weißabgleich. Das ist bei den meisten Kompaktkameras alles andere als überflüssig. Auch bei der Canon PowerShot G9 liegt der automatische Weißabgleich bei Kunstlicht schon einmal daneben. Man muss dann entweder einen manuellen Weißabgleich vornehmen oder eine Voreinstellung auswählen. Bei normalem Tageslicht klappt das übrigens prima und die Kamera liefert eine korrekte Farbwiedergabe. Im Allgemeinen ist die Farbwiedergabe schon in Ordnung, obwohl sie auf dem LCD-Display oft zu gesättigt aussieht. Die JPEG-Dateien werden von der Kamera in sRGB gespeichert, bei RAW kann man die Bilder auch in AdobeRGB umwandeln, wodurch man eine größere Farbpalette erhält. Das kommt besonders den Pastellfarben zugute.

Canon PowerShot G9 - ISO-Werte
Der Empfindlichkeitsbereich der Canon PowerShot G9 erstreckt sich bei höchster Auflösung von ISO 80 bis wohlgemerkt ISO 1600. Das war auch bei der G7 schon der Fall. Leider hat Canon noch mehr Pixel in denselben Sensor hineingestopft. Das nutzt der Bildqualität in der Regel nicht gerade. In JPEG sieht man, wenn man äußerst genau hinsieht, sogar schon bei ISO 100 die ersten Spuren von Rauschen oder, besser gesagt, von der Rauschunterdrückung. Die Aufnahmen mit 200 und 400 ISO weisen ebenfalls Spuren der Rauschunterdrückung auf. Über 400 ISO sollte man bei JPEG gewiss nicht hinausgehen. Das ist einfach schade und tatsächlich unnötig; eine der negativen Auswirkungen des Wettrennens um die Megapixel. In RAW kann man schon mehr aus den Fotos herausholen, zumindest wenn man nicht die von Canon mitgelieferte Software verwendet, denn dann wird wieder dieselbe Rauschunterdrückung eingesetzt, die alles andere als subtil ist. Fotos, die ich mit ACR (Adobe Camera RAW) umgewandelt habe, sind bis einschließlich ISO 400 gut zu gebrauchen. Jenseits davon geht es schnell bergab und persönlich würde ISO 400 als die äußerste Grenze betrachten. Nun ja, im Notfall kann man sogar mit ISO 1600 fotografieren, weil ein mäßiges Bild manchmal immer noch besser ist als kein Bild. Aber ernsthaft sollte man nur von ISO 80 bis einschließlich 400 arbeiten. Das ist schon ein begrenzter Bereich, umso mehr, weil man nur über eine begrenzte Anzahl Blenden verfügt und der Telemodus nicht wirklich lichtempfindlich ist. Schön ist hingegen, dass der Bildstabilisator gut funktioniert, wenngleich er keine Wunder vollbringt. Vielleicht sollte man doch besser ein kleines Stativ mitnehmen?
Canon PowerShot G9 - Dynamischer Bereich
Ein Problem, auf das unweigerlich stößt, ist der dynamische Bereich. Der ist nämlich, wegen der viel zu kleinen Pixel, nicht sonderlich groß. Auch hier hat man bei RAW wieder etwas mehr Spielraum, man sollte allerdings keine Wunder erwarten. Was die Kamera nicht festhalten konnte, kann man unmöglich später noch hervorzaubern. Man muss also gut belichten können und die richtigen Entscheidungen treffen. Persönlich neige ich dazu, parallel zur Canon PowerShot G9, einen separaten Belichtungsmesser mit Spotmessung zu verwenden. Dann weiß ich wenigstens, was ich erwarten darf.

Canon PowerShot G9 - Belichtung
Wenn man wirklich etwas aus der Canon G9 herausholen möchte, muss man genau wissen, was man gerade tut. Die richtige Belichtungsart ist essenziell und man sollte weniger auf den großen Spielraum vertrauen, den die Kamera verleiht. Und natürlich in RAW fotografieren. Man sollte wegen der Schärfe oder, besser gesagt, dem Mangel an Schärfe, nicht erschrecken, wenn man die Fotos in ACR öffnet. Jedwede Scharfzeichnung ist dann nämlich abgeschaltet und man erhält besonders weiche Fotos. Ideales Material, um es manuell zu bearbeiten, auch wenn es zusätzliche Zeit erfordert. Die JPEG-Aufnahmen sind bestimmt nicht schlecht, solange man gut fotografiert. Fehler werden unwiderruflich bestraft.

Canon PowerShot G9 - Objektiv
Nicht nur der Bildsensor und der Prozessor bestimmen das Bild, auch das Objektiv spielt eine wichtige Rolle. Der Bereich ist ordentlich, aber ich persönlich hätte lieber mehr Weitwinkel- anstelle von Telebereich gesehen. 35 mm, vergleichbar mit Kleinbild, ist in vielen Situationen ein knapper Bildwinkel. Ich bin wohl nicht der einzige Fotograf, der gerne nah an das Motiv herankommt. Die Canon PowerShot G9 dürfte beispielsweise für Reportagen in Ländern, in denen häufig Diebstähle vorkommen, eine wunderbare Kamera sein. Man fällt mit der Canon G9 nicht so schnell auf, deshalb kann man freier fotografieren. Dabei ist es auch nett, dass man ein bisschen näher herankommen und trotzdem viel von der Umgebung einfangen kann. Oder wenn man einfach eine weite Landschaft fotografieren möchte. Natürlich kann man die Bilder auch aneinander heften („stitchen“), aber es sollte auch einfacher gehen.

Canon PowerShot G9 - Tele- & Weitwinkelbereich
Über den gesamten Bereich bringt das Objektiv glücklicherweise recht gute Leistungen. Es gibt sowohl im äußersten Tele- als auch im Weitwinkelbereich die übliche Verzerrung, aber das lässt sich nun einmal nicht vermeiden. Dasselbe gilt für Farbränder im Weitwinkel. Diese sind nicht vorherrschend und ich habe noch Bilder von der G6 vor Augen… Verglichen damit ist die Canon PowerShot G9 wirklich ein paar Klassen besser. Im Telemodus dürfte man die Bildstabilisierung schnell benötigen. Sie funktioniert prima, auch bei langen Belichtungszeiten wird die Verwackelung anständig kompensiert.
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